FSK: 12  Länge: 125 min
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
Schulunterricht: ab 9. Klasse

Darsteller Lital Levin, Rebecca Donner, Roberta Böcker, Yehudit Kafri, Dr. Hans Coppi, Guillaume Bourgeois, Sacha Barcza, André Possot und Dr. Gerhard Sälter Verleih farbfilm Verleih


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Die rote Kapelle

von Carl-Ludwig Rettinger (Deutschland, Belgien, Israel/2020/125')
Bei der Roten Kapelle handelte es sich um ein Widerstandsnetzwerk in Deutschland zur Zeit der NS-Diktatur. Zu diesem gehörte auch ein Spionagering, der in Paris und Brüssel operierte. Der Dokumentarfilm beschäftigt sich mit zentralen Akteuren des Netzwerks und deren medial verzerrtem Andenken. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges galten Mitglieder der Roten Kapelle zunächst als Verräter*innen, wurden denunziert und später politisch vereinnahmt – in der DDR als Repräsentanten der Sowjetunion, in der Bundesrepublik hingegen als kommunistisches Spionagenetzwerk diskreditiert .Diese Vereinnahmung wurde vorangetrieben durch zwei unterschiedliche Film- bzw. Fernsehproduktionen: Einerseits der deutsch-französische Fernsehmehrteiler „Die rote Kapelle“ von Franz Peter Wirth und andererseits der DEFA-Spielfilm „KLK an PTX – Die rote Kapelle“ von Horst E. Brandt. Ausschnitte aus diesen Produktionen, Interviews mit Hinterbliebenen und Historikern und historisches Bildmaterial liefern eine multiperspektivische Rekonstruktion der Aktivitäten der Roten Kapelle und ordnen zugleich die Film- bzw. Fernsehproduktion kritisch ein.

Thema: Krieg, (Deutsche) Geschichte, Widerstand, Zweiter Weltkrieg, Nationalsozialismus, Geheimdienst, Sowjetunion, Spionage, Verantwortung, Filmgeschichte
Unterrichtsfächer: Geschichte, Politik, Sozialkunde, Ethik, Deutsch